Sonnig mit Aussicht auf November

Posted on October 23, 2011

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Meine Twittertimeline beginnt mit den Vorbereitungen, genau wie ich – in neun Tagen fängt (endlich, endlich, endlich!) der diesjährige NaNoWriMo an. Ich werde wieder dabei sein, diesmal weniger spontan und daher auch besser vorbereitet. Dieses Wochenende habe ich erstmal den groben Handlungsverlauf niedergeschrieben, nicht vollständig weil mir immer wieder noch was einfällt was ich noch einbauen wollte, aber es hat mir schonmal ein sichereres Gefühl gegeben als die ganzen Bruchstücke nur im Kopf rumfliegen zu haben. (Das entsprechende Notizbuch, wo garantiert die superzündeten Ideen drinstanden, ist irgendwo zwischen hier und Berlin verschollen. Aber das ist eine andere Geschichte.) Bedenkt man, dass ich in letzter Zeit den ein oder anderen Twittertrend sinnbringend auf meine Geschichte beziehen konnte, könnte der Roman außerdem hochaktuell werden – mit Revolution und so. Dafür muss ich ihn aber erstmal ordentlich schreiben, und das könnte schwierig werden. Sowieso neige ich irgendwie dazu, Geschichten über Dinge schreiben zu wollen, von denen ich eigentlich keine Ahnung hab und ‘ne Menge recherchieren muss (und dann merke, dass ich die Bücher aus dem Deutschunterricht vielleicht doch etwas sorgfältiger hätte lesen sollen… *hust*). Aber was soll’s, die Ideen kommen eben wie sie kommen – und dann wäre es ja sinnlos, nicht das Beste draus zu machen!

Wenn ich so über meine Geschichte nachdenke, habe ich manchmal so dieses Gefühl a la “WHAT THE FUCK, wenn du das ordentlich geschrieben hast passt das auf gar keinen Fall in 50.000 Wörter – ein Wunder, dass das überhaupt in deinen Kopf passt!” Dafür habe ich meine Hauptfigur schon sehr lieb und genieße das Gefühl, Dinge über sie zu wissen, die sonst noch keiner weiß.

Das Problem in diesem November wird sein, dass ich zwar keine (Fern-)Beziehung mehr führe, dafür allerdings inzwischen nicht mehr nur im Fiktiven rumrebelliere, sondern auch im realen Leben Politik mache. Drei Termine  stehen schon fest; eins – wie könnte es auch anders sein – ist natürlich gleich am ersten November. Außerdem fängt der November “tollerweise” pünktlich zum Ende der Ferien an, und am entsprechenden Dienstag habe ich lange Unterricht. Immerhin muss ich dann noch eine Dreiviertelstunde auf den Bus warten, wo ich dann ungestört schreiben kann, um zu Hause dann schonmal meinen ersten WordCount bekanntzugeben. Zu diesem Zweck habe ich mir jetzt Office² Plus auf meinen iPod geladen, weil ich ja nicht immer und überall mein Laptop mithaben kann. Allerdings komme ich damit noch nicht ganz klar; vermutlich werde ich noch eine Pro-Version erwerben müssen. Oder es läuft wieder auf – sorry – beschissen formatierte iPod-Notizen oder eben Tinte und Papier hinaus.

Die zwei Kapitel, die in den Sommerferien schonmal außer Konkurrenz geschrieben hatte, werde ich nochmal ganz neu schreiben; länger und folglich auch inhaltsreicher. Außerdem habe ich vor, diesen November nebenher eine Playlist mit Songs zu erstellen, die vom Text her zumindest teilweise zu den Szenen passen, die ich gerade schreibe. Eine Art Soundtrack für’s Kopfkino, sozusagen. Drückt mir die Daumen, dass mein Taschengeld das mitmacht!

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf den November. Mal sehen ob ich den Nano diesmal gewinne und damit auch die Wette mit meiner skeptischen Schwester – das ist natürlich der Plan. Ansonsten will und werde ich auf jeden Fall meine Wortzahl von letztem Jahr toppen.

Und wer sich nicht für den Nano interessiert, dem sei an dieser Stelle schonmal geraten, die Hashtags #Nanowrimo, #WordWar und #WordCount zu muten. Andere Tweets wird es nächsten Monat nämlich wohl kaum von mir geben…